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Eine Arme Dienstmagd wird heiliggesprochen

Eine Arme Dienstmagd wird heiliggesprochen
Eine Arme Dienstmagd wird heiliggesprochen
© ADJC
Gedenkstätte in der Seitenkapelle der Pfarrkirche St. Bonifatius Wirges
Gedenkstätte in der Seitenkapelle der Pfarrkirche St. Bonifatius Wirges
Transitusfeier zum 120. Todestag Katharina Kaspers

Jubelstimmung bei den „Dernbacher Schwestern“ und in der Pfarrei St. Bonifatius Wirges: Maria Katharina Kasper, die Gründerin der Arme Dienstmägde Jesu Christi, wird, wie der Vatikan am Mittwoch, 7. März mitteilte, heiliggesprochen. Papst Franziskus hat ein Wunder, das auf ihre Fürsprache hin geschah, nun offiziell anerkannt. Die Anerkennung eines Wunders war die letzte Hürde auf dem Weg zur Heiligsprechung. Wann diese nun erfolgt, wurde bislang noch nicht mitgeteilt.

Katharina Kasper wurde am 26. Mai 1820 in Dernbach im Westerwald als 8. Kind eines Kleinbauern geboren. Der Kirchort Dernbach zählt zur Pfarrei St. Bonifatius Wirges. Ausgehend vom Mutterhaus in Dernbach sind die Dernbacher Schwester bis heute fest in der Pfarrei St. Bonifatius Wirges verwurzelt und gestalten aktiv das Leben und den Glauben in der Pfarrei mit.

Die ärmlichen Verhältnisse in ihrer Familie und ihrem Heimatdorf ließen Katharina Kasper schon früh die Not der armen Landbevölkerung spüren. Bestärkt durch diese Erfahrungen reifte in ihr den Entschluss, sich ganz dem Dienst der Menschen - zunächst in ihrer näheren Umgebung - zu widmen. Dabei war eine ganzheitliche Hilfe stets Katharina Kaspers besonderes Anliegen.

Im Jahr 1845 gründete sie mit vier weiteren Frauen zunächst einen Verein zur Krankenpflege und Kinderbetreuung. Aus diesen Anfängen entstand wenig später dann die Kongregation der Armen Dienstmägde Jesu Christi, kurz ADJC. Die Gründung der Kongregation der ADJC fand am 15. August 1851 statt. Gemeinsam mit vier weiteren Frauen legte Katharina Kasper vor Bischof Peter Joseph Blum die klösterlichen Gelübde in der Pfarrkirche in Wirges ab. 

Am 2. Februar 1898 starb Katharina Kasper im Mutterhaus in Dernbach.

In diesem Jahr jährt sich ihr Todestag zum 120. Mal. Zu diesem Anlass fand in der Klosterkirche in Dernbach eine von den Dernbacher Schwestern gestaltete eindrucksvolle und bewegende Transitusfeier ("Übergang") statt.

Heute sind Schwestern im Geiste Katharina Kasper auf der ganzen Welt tätig, so z.B. in Indien, Brasilien, Kenia und Nigeria.

Papst Paul VI. erklärte 1978 Katharina Kasper offiziell zu einer Seligen, mit der Heiligsprechung erreicht die Ordensgründerin nun die letzte Stufe hin zur Kanonisierung.