Kategorien &
Plattformen

Maria Katharina Kasper wird im Oktober heiliggesprochen

Maria Katharina Kasper wird im Oktober heiliggesprochen
Maria Katharina Kasper wird im Oktober heiliggesprochen
© ADJC

Am 7. März hat der Vatikan mitgeteilt, dass Katharina Kasper, die Gründerin der Gemeinschaft der Armen Dienstmägde Jesu Christi heiliggesprochen wird. Papst Franziskus hat ein Wunder, das auf ihre Fürsprache hin geschah, offiziell anerkannt. Die Anerkennung eines Wunders war die letzte Hürde auf dem Weg zur Heiligsprechung.

Bei einem Kardinalskonsistorium am Samstag vor Pfingsten gab Papst Franziskus bekannt, dass die Heiligsprechungsfeier am 14. Oktober 2018 im Rahmen der Bischofssynode zum Thema Jugend im Vatikan stattfinden wird.

Neben Maria Katharina Kasper werden Papst Paul VI., der Märtyrer-Erzbischof Oscar Romero, die italienischen Priester Francesco Spinelli und Vincenzo Romano sowie die aus Spanien stammende Ordensgründerin Nazaria Ignazia March Mesa, die in Argentinien wirkte, heiliggesprochen.

Katharina Kasper wird die erste Heilige des Bistums Limburg sein. Bei der Gründung des Bistums Limburg war sie gerade sieben Jahre alt.

Die Heiligsprechung hat für das ganze Bistum, insbesondere aber für die Dernbacher Schwestern in aller Welt und auch für unsere Pfarrei, aus der Katharina Kasper stammt, in der sie gelebt hat, in der sie ursprünglich gewirkt hat und ihre Gemeinschaft gegründet hat und wo sie auch in der Klosterkirche in Dernbach ihre letzte irdische Ruhestätte gefunden hat, eine ganz besonders große Bedeutung.

Katharina Kasper war eine Frau, die offen war für den Geist Gottes, die in allem danach gesucht hat, den Willen Gottes in ihrem Leben, mit ihrem Leben zu erfüllen. Dadurch hat sie Großartiges im Dienst an ihren Mitmenschen, insbesondere an denen, die auf Hilfe, Zuwendung und Unterstützung angewiesen waren, geleistet.

Nah bei Gott - nah bei den Menschen

Katharina Kasper wurde am 26. Mai 1820 in Dernbach im Westerwald als 8. Kind eines Kleinbauern geboren. Der Kirchort Dernbach zählt zur Pfarrei St. Bonifatius Wirges. Ausgehend vom Mutterhaus in Dernbach sind die Dernbacher Schwester bis heute fest in der Pfarrei St. Bonifatius Wirges verwurzelt und gestalten aktiv das Leben und den Glauben in der Pfarrei mit.

Die ärmlichen Verhältnisse in ihrer Familie und ihrem Heimatdorf ließen Katharina Kasper schon früh die Not der armen Landbevölkerung spüren. Bestärkt durch diese Erfahrungen reifte in ihr den Entschluss, sich ganz dem Dienst der Menschen - zunächst in ihrer näheren Umgebung - zu widmen. Dabei war eine ganzheitliche Hilfe stets Katharina Kaspers besonderes Anliegen.

Im Jahr 1845 gründete sie mit vier weiteren Frauen zunächst einen Verein zur Krankenpflege und Kinderbetreuung. Aus diesen Anfängen entstand wenig später dann die Kongregation der Armen Dienstmägde Jesu Christi, kurz ADJC. Die Gründung der Kongregation der ADJC fand am 15. August 1851 statt. Gemeinsam mit vier weiteren Frauen legte Katharina Kasper vor Bischof Peter Joseph Blum die klösterlichen Gelübde in der Pfarrkirche in Wirges ab. 

Am 2. Februar 1898 starb Katharina Kasper im Mutterhaus in Dernbach.